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5 Responses

  1. Sebastian Bork
    Sebastian Bork 4. Februar 2013 at 11:33 | | Reply

    Lieber Sebi,

    Gewalt gegen Frauen ist ein Problem, für das es durchaus angemessen ist, einen Aktionstag durchzuführen. Natürlich ist Gewalt gegen alle Menschen abzulehnen, und natürlich gibt es auch viele Männer, die Opfer von Gewalt werden. Selbst bei Gewalt in Beziehungen sind Männer häufiger Opfer, als dies aufgrund der öffentlichen Wahrnehmung zu vermuten wäre (ich habe da sogar eigene Erfahrungen machen müssen). Dennoch sind Frauen nun einmal besonders häufig die Opfer von Gewalt, und dies muss sich ändern.

    Mit Ausdrücken wie „Operabo“ und der Anrede „Liebe Feministinnen und Selbstkastraten“ disqualifizierst Du Dich in meinen Augen völlig und verlässt die Ebene des zivilisierten politischen Diskurses. Als Pirat schäme ich mich zutiefst, dass ein Parteimitglied einen Diskussionsbeitrag in einem solchen Ton veröffentlicht.

    Ich möchte auch noch etwas zu den einzelnen Punkten äußern, die Du als rhetorische Fragen formuliert hast:

    1. Die meisten getöteten Soldaten sind Männer, weil auch die Mehrzahl der Soldaten Männer sind, und bei den Armeen, in denen auch Frauen Dienst tun, diese in der Regel nicht zu den Truppenteilen gehören, die an der Front ihren Dienst versehen. Das wurde in den USA gerade erst geändert.

    2. Obdachlose sind wirklich häufiger Männer. Über die Gründe gibt es vielfältige Spekulationen, z.B. dass Männer risikobereiter leben und daher eher ganz oben oder ganz unten landen, oder dass Frauen häufiger durch ein soziales Netz aufgefangen werden, wenn sie Probleme bekommen. Ich kenne aber keine wissenschaftliche Untersuchung, die hier Antworten liefert. Hat denn die Demographie von Obdachlosigkeit Deiner Ansicht nach direkt etwas mit dem Thema Gewalt zu tun?

    3. Woher hast Du die Zahlen zur Geschlechtsverteilung bei ALG-II-Beziehern? Ich habe per Google diese Aussage gefunden (siehe ):

    4. Was hat denn die Frage, ob Männer in Sorgerechtsangelegenheiten benachteiligt werden, mit dem Thema Gewalt zu tun? Was soll das für ein Argument sein? Und warum sollten die wenigen Frauen, die einen Mann zu Unrecht beschuldigen (wie im Fall Kachelmann), in irgendeiner Weise das Anliegen dieses Aktionstages abwerten?

    Gruß,
    Sebi (der nach diesem Beitrag nicht mit Dir verwechselt werden möchte)

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